Was ist dein Anliegen?

Anliegen können von Einzelpersonen, Paaren oder Eltern für ihre minderjährigen Kinder eingebracht werden. Es ist wichtig, sich in Vorbereitung einer Aufstellung oder Einzelsitzung intensiv mit dem eigenen Anliegen auseinander zu setzen. Wobei soll dir die Aufstellung / die Sitzung helfen? Welches Problem willst du lösen? Welches Ziel willst du erreichen? Das Anliegen sollte persönlich, aktuell und fühlbar sein. Oft zeigt es sich vorab als ein inneres Bild mit Gefühlen und Körperempfindungen. Idealerweise kann das Anliegen auch als Satz oder Frage formuliert werden. Wer diese Klarheit in der Vorbereitung nicht ganz erlangt, findet im Vorgespräch unmittelbar vor der Aufstellung oder am Anfang der Sitzung durch mich Hilfe.
Ich empfehle, ein paar Tage vor einer Aufstellung oder ersten Einzelsitzung mir das Anliegen, gemeinsam mit den Informationen zur Biographie und Familie per Mail zukommen zu lassen.

Anliegensatz: Findest du einen Anliegensatz (der idealerweise mit „Ich will…“ beginnt)? Welche drei Worte aus diesem Satz sind am wichtigsten („Ich“ sollte einer dieser Worte sein)?

Positive Zukunftsbilder: Entspannung, Sicherheit, Verbindung, Verständnis, Leichtigkeit, Kraft, Ausrichtung, Erfolg, Anerkennung, Freude … ? Ergänze oder konkretisiere selbst diese Aufzählung.

Hier folgt eine unvollständige Liste von möglichen Problemen und Symptomen für Anliegen:

Partnerschaften: aktuelle und wiederkehrende Konflikte, Dreiecksbeziehungen, destruktive Beziehungen, unerfüllter Kinderwunsch, sexuelle Probleme, fehlende Liebe, Liebeskummer, Partnersuche, Alleinsein …

Kinder: Konflikte, Verhaltensauffälligkeiten, Schulprobleme, Liebeskummer, fehlende Ausrichtung, Alkohol, Drogen, Essstörungen, Hyperaktivität, Bettnässen, Mutismus, Alpträume, Allergien, Krankheit, Behinderung …

Eltern, Geschwister, andere Familienangehörige: aktuelle oder langjährige Konflikte, Kontaktabbruch, Familiengeheimnisse, Unordnung im Familiensystem, keinen eigenen Platz haben, Zwillingsthematik …

Verstorbene: Kommunikation, Klärung unerledigter Dinge, angemessene Trauer, Dank, Vergebung …

Krisen / Entscheidungen: Trennungen, Tod, Trauer, Lebenskrisen, Entscheidungen …

Gefühle: innerlicher Druck, Unruhe, Verwirrung, unerklärliche Schuldgefühle, Alpträume, irgendwie nicht das eigene Leben leben, abgeschnitten vom Lebensstrom sein …

Psychische Symptome: Stress, Burn Out, Depression, Ängste, Phobien, Zwänge, Wut, Sucht, Schmerzen, Schlafstörung, Essstörungen, sexuelle Störungen …

Körperliche Krankheiten: alle psychosomatischen und körperlichen Krankheitssymptome

Beruf / Geld: Konflikte mit Vorgesetzten und Kollegen, Mobbing, Entscheidungen, Neuorientierung, fehlende Aufträge, Arbeitslosigkeit, Geldmangel, Schulden …

Wir können unsere unterbewussten Muster in zwei Spiegeln erkennen: in Körper und Psyche (Empfindungen, Gefühle, Symptome) und unserer äußeren Welt (zwischenmenschliche Beziehungen, materielle Welt, geistige Welt). Aus diesen beiden Bereichen resultieren die Anliegen. Nichts ist hier zufällig da und so wie es ist. Die Frage ist: wollen wir uns weiter in den Projektionen verlieren und die Lösung im Außen suchen oder das eigene Ungeliebte im Spiegel erkennen? Eine Aufstellung soll die Ursachen hinter den Symptomen aufdecken und eine innere Lösung in Gang setzen – nicht mehr und nicht weniger!